Manche Energien kann man fühlen. Andere wiederum sind faszinierend zu beobachten, wie die Abstoßungs- oder Anziehungsreaktionen von Magneten. Doch die meisten Magnetkräfte, z. B. die des Erdmagnetfeldes, bleiben von uns unbemerkt. Die Faszination jener mystischen Kraftquellen mag die wachsende Beliebtheit von Magnetschmuck erklären. Fest steht, dass Magnetarmbänder, -ketten und -ringe zu einem neuen Trendthema geworden sind.Natürliche Magnetsteine wie der Magnetit entstehen durch extrem hohe Temperaturen und sind überwiegend auf vulkanische Aktivitäten zurückzuführen. Der Magnetit ist das wichtigste, stabilste und eisenhaltigste Eisenerz, das weltweit in zahlreichen Regionen verbreitet ist, darunter auch in Deutschland, Schweden, Norwegen, Italien, Westaustralien und den USA. Erstaunlicherweise finden sich sogar an manchen Sandstränden kleine Teilchen. Gehäuft auftretend, wie auf Fuerteventura, führen sie zu einer Schwarzfärbung des Sandes. Für industrielle Zwecke kommen mittlerweile überwiegend künstliche Magneten zum Einsatz. Nach der Entdeckung, dass sich bestimmte Metalle durch den Kontakt mit einem Magneten selbst magnetisch aufladen lassen, wurden die ersten Magnete aus Stahl hergestellt. Es folgten Legierungen aus Chrom, Aluminium, Nickel und Kobalt. Heute können durch das Sinterverfahren aus den so genannten „seltenen Erden“ – wie der Neodym-Eisen-Bor-Verbindung – modernste und hocheffiziente Hightech-Magnete produziert werden. Doch wie lässt sich Magnetkraft erklären? Woher kommt sie und welchem Zweck dient sie? Die Antwort liegt fast 3000 Kilometer unter unseren Füßen.